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03.05.18 22:00 Kategorie: markttipps, Markttipps

Trübe Aussichten am EU-Schweinemarkt


Am Weltmarkt treffen die Vermarkter der EU auf gnadenlos günstige Offerten aus den USA, Kanada und Brasilien. Zudem gibt es keine Gewinner, sondern nur Verlierer bei Handelskriegen, wie derzeit zwischen China und der USA.

 

 

Für das Jahr 2018 fallen die Markteinschätzungen aus Sicht der

Schweinehalter, laut Expertenmeinungen des EU-Prognoseausschusses -

bei den ohnehin schwierigen Verhältnissen - nochmals

pessimistischer und schwieriger aus. Der Handelsstreit zwischen

China und den USA in Form von Strafzöllen (25 %) auf die Importe

von US-Schweinefleisch in China scheint keine positiven Effekte für

EU-Vermarkter zu haben. Zu groß sind die Steigerungsraten der

Produktion in den Hauptproduktionsgebieten, allen voran in China,

der EU, USA, Kanada und Brasilien. Gleichzeitig stagniert der

Konsum oder wächst nur leicht. Die Folge ist großer Preisdruck, was

aktuell bereits die Schweinehalter in der EU spüren. Die Stimmung

unter den Schweinehaltern ist nicht nur in Deutschland, sondern

auch in Österreich und anderen Ländern auf einen neuen Tiefpunkt

gefallen. Neben den schlechten Marktaussichten gibt es zudem

Planungsunsicherheit zur zukünftigen Ausrichtung der

Schweinehaltung mit mehr Tierwohl, woraus auch ein kaum dagewesener

Investitionsrückstau resultiert.(AMI)