Schlachtkuhpreise weiter auf hohem Niveau >
< Anstieg des Exportangebotes verlangsamt
05.06.18 22:00 Kategorie: markttipps, Markttipps

Wende bei Milchpreisen in greifbarer Nähe


In Deutschland herrschten im April bei den Preisen für Rohmilch noch sinkende Tendenzen vor. Im Zuge des anziehenden Fettmarktes dürfte es mit den Erzeugerpreisen ab dem Sommer aber wieder bergauf gehen. Zunächst werden die Entwicklungen jedoch noch von den gesunkenen Molkereiabgabepreisen für Trinkmilch gedämpft.

 

 

Die Milcherzeuger in Deutschland erhielten im April im

bundesweiten Mittel rund 32,2 Ct/kg für ihren konventionell

erzeugten Rohstoff mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Das

waren 0,5 Ct weniger als im Monat zuvor. Dabei fiel der

Rückgang im Bundesgebiet West deutlich höher aus als in den

östlichen Bundesländern, die damit den Rückstand gegenüber den

westlichen Regionen weiter verkürzen konnten.

Nochmal die Kurve bekommen

Die Aussichten für die Milchviehbetriebe sind Mitte des zweiten

Quartals wieder positiver zu bewerten als noch zu Jahresbeginn. Der

Fettmarkt hat nach seinem Zwischentief mittlerweile wieder deutlich

angezogen. In dessen Schlepptau sind auch die Preise für Käse im

kurzfristigen Geschäft gestiegen. Der Markt für Magermilchpulver

hat sich ebenfalls erholt, wenn auch nur langsam. In den gesunkenen

Trinkmilchkontrakten, die seit Anfang Mai gelten, hat sich aufgrund

der längerfristigen Laufzeiten, nun erst die Niedrigpreisphase um

den Jahreswechsel niedergeschlagen. Das bedeutet für den in der

Frische starken Süden und Westen, dass zunächst noch sinkende

Tendenzen vorherrschen dürften. Sind diese erstmal verkraftet und

der Milchmarkt bleibt ausgeglichen, dann dürften sich die

Erzeugerpreise auch im Süden stabilisieren. Im Norden hat dies

bereits eingesetzt.(AMI)