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01.07.18 22:00 Kategorie: markttipps, Markttipps

Agrarrohstoff-Index im Juni erholt


Im Juni ist der deutsche Agrarrohstoff-Index um 2 Punkte angestiegen und liegt jetzt bei 127,1 Punkten. Vor allem die Getreidepreise zogen gegen Ende des Wirtschaftsjahres aufgrund ungünstiger Vegetationsbedingungen noch einmal ordentlich an. Auch die Rohmilchpreise befestigten sich erneut. Nur der Schweinefleischmarkt steht weiterhin unter Druck.

 

 

Der Sommeranfang lässt nicht nur die Temperaturen, sondern auch

die Preise für Rohmilch steigen. Die Meiereien im Norden

Deutschlands haben ihre Auszahlungsleistung bereits angehoben.

Damit ist auch auf Erzeugerebene die Trendwende eingeleitet. Die

Molkereien im Süden und Westen hinken noch etwas hinterher. Die

rege Nachfrage nach Milchfett hatte steigende Preise für

fetthaltige Produkte zur Folge. Auch der Eiweißmarkt erholte sich

zusehends.

Trotz des eher kleinen Angebotes an schlachtreifen

Schweinen gestaltet sich der Fleischhandel auch weiterhin

schwierig. Die im Frühjahr üblichen Preisanstiege fielen in diesem

Jahr weitestgehend aus. Auch die Nachfrage nach Rindfleisch

fällt jahreszeittypisch eher schwach aus, dennoch ermöglichte das

kleine Angebot an Schlachtrindern zuletzt relativ stabile

Preise.

Gegen Ende des Wirtschaftsjahres zogen die Getreidepreise noch

einmal ordentlich an. Auslöser waren vor allem die getrübten

Ernteprognosen in weltweit wichtigen Erzeugungsländern. So ist

Weizen in der kommenden Ernte vorerst noch teurer als

alterntiger. Dieser wird vor diesem Hintergrund auch nicht mehr

verkauft. Selbst Raps profitiert von den ungünstigen

Vegetationsbedingungen in Europa und kann sich sogar entgegen des

rasanten Preisverfalls für Sojabohnen befestigen.