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01.12.17

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Top-News

In einem Entenmastbetrieb im niederländischen Biddinghuizen ist heute die Geflügelgrippe diagnostiziert worden. Wie das Haager Landwirtschaftsministerium mitteilte, handelt es sich vermutlich um den hochansteckenden Virustyp H5. Deshalb wurde eine landesweite Aufstallungspflicht für alle unternehmerischen Geflügelhaltungen verfügt, die Geflügelfleisch, Eier und andere Geflügelprodukte erzeugen.

 

Besondere Regeln gelten dem Agrarressort zufolge für Enten und Truthähne, die ab heute nur noch nach einer tierärztlichen Untersuchung transportiert werden dürfen. Solche Transporte müssen zudem den direkten Weg von beziehungsweise zu den jeweiligen Betrieben nehmen. Darüber hinaus haben die Entenhalter verschärfte hygienische Anforderungen zu erfüllen. Ausstellungen von Ziergeflügel und Wasservögeln sind bis auf weiteres verboten.

 

Nach Angaben des Ministeriums werden die 16 000 Enten auf dem betroffenen Betrieb in der westlichen Provinz Flevoland von Mitarbeitern der niederländischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (NVWA) vorsorglich getötet. Außerdem seien eine Schutzzone im Umkreis von 3 km sowie eine Überwachungszone im Radius von 10 km um den Ausbruchsbetrieb eingerichtet worden. In diesem Gebiet dürfen keine Geflügel, Eier, Mist und Einstreu transportiert werden. Das Verbot gelte auch für andere Tier und tierische Produkte, die aus Betrieben mit kommerzieller Geflügelhaltung stammten. In der Schutzzone sind dem Agrarressort zufolge vier weitere Geflügelbetriebe ansässig, deren Tiere nun auf die Krankheit untersucht würden. In der Überwachungszone wirtschafteten insgesamt 23 Geflügelbetriebe. AgE

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Für ein besonnenes Vorgehen bei der Diskussion um die zukünftige Verwendung des umstrittenen Pflanzenschutzmittelwirkstoffs Glyphosat hat sich Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking ausgesprochen. „Es ist wichtig, dass wir dieses Thema nicht politisch missbrauchen oder ideologisch überziehen“, sagte die Ressortchefin heute in Köln-Auweiler bei einem Besuch des Pflanzenschutzlabors der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Grundlage von politischen Entscheidungen sollte immer die Wissenschaft sein; dafür gebe es in Deutschland das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

 

Schulze Föcking erklärte, dass es Wege gebe, den Einsatz von Glyphosat deutlich zu reduzieren. So sei es beispielsweise nicht notwendig, den Wirkstoff zur Sikkation, also zur Herbeiführung einer gleichmäßigen Abreife von Getreide, zu verwenden. Auch der Einsatz in der kommunalen Grünflächenpflege oder im privaten Garten müsse nicht unbedingt sein.

 

Die Ministerin plädierte dafür, differenziert an die Thematik heranzugehen. Auf der einen Seite sollten der Bevölkerung Ängste vor dem Pflanzenschutz genommen werden. Dazu müsse beispielsweise erläutert werden, wie gründlich Pflanzenschutzmittel geprüft würden. Andererseits gelte es, den Einsatz von Glyphosat kritisch zu hinterfragen und auch andere Pflanzenschutzmöglichkeiten in Betracht zu ziehen. Schulze Föcking wies darauf hin, dass sie in dieser Thematik in engem Kontakt zu ihren Amtskollegen aus den anderen Bundesländern stehe, um eine möglichst bundeseinheitliche Vorgehensweise zu finden.

 

Seinen letzten Pressetermin hatte der Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Johannes Frizen. Nach zwölf Jahren im Amt wird er bei der morgigen Wahl eines neuen Präsidenten bei der Vollversammlung in Bad Sassendorf nicht mehr zur Verfügung stehen. Frizen erinnerte daran, dass die Kammer in den vergangenen Jahren ihre Standorte für die zentralen Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen neu konzipiert und dabei unter anderem Bonn nach mehr als 100 Jahren endgültig aufgegeben habe. Dennoch bleibe die Landwirtschaftskammer weiterhin mit zahlreichen Einrichtungen im Rheinland vertreten. AgE

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