Die Zahl ökologisch wirtschaftender Betriebe steigt kontinuierlich. Der zunehmenden Nachfrage hinsichtlich einer Vermarktung von ökologisch erzeugten Erzeugnissen tragen wir Rechnung, indem wir seit Juni 2018 gemäß Verordnung (EG) Nr. 834/2007 zertifiziert sind.

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Die neue EU-Kommission will den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel in der Europäischen Union bis zum Jahr 2030 halbieren. Das geht zumindest aus einem Dokument der Brüsseler Behörde über die Zielmarken des "Green Deal" hervor, das am Mittwoch dieser Woche in Brüssel vorgestellt werden soll. Laut dem AGRA-EUROPE vorliegenden Papier soll es auch eine Reduzierung des Düngemitteleinsatzes sowie eine Ausweitung der ökologisch bewirtschafteten Fläche geben; konkrete Zielwerte für diese beiden Parameter stehen aber derzeit offenbar noch nicht fest.



Im Rahmen der "From farm to fork"-Strategie, die im Frühjahr 2020 unter Federführung von Gesundheitskommissarin Dr. Stella Kyriakides vorgestellt werden soll, ist zudem geplant, mit Nachdruck an der Entwicklung von Alternativen für chemische Pflanzenschutzmittel zu arbeiten. Darüber hinaus sollen "innovative Wege" zur Anpassung an den Klimawandel und zur Verbesserung der Nachhaltigkeit beschritten werden, beispielweise durch neue Techniken der Genomforschung.



Vorgesehen ist auch die Vorlage einer EU-Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2030. Darin soll die Vision der Gemeinschaft skizziert werden, wie weltweit ein ehrgeiziger globaler Rahmen für den Erhalt der Artenvielfalt festgelegt werden kann. Ein weiterer Teil des Green Deal ist die Vorbereitung einer neuen EU-Forststrategie, die das Ziel verfolgt, die Wälder in Europa aufzuforsten. Außerdem sollen Maßnahmen zur Unterstützung von entwaldungsfreien Wertschöpfungsketten im Zusammenhang mit Importen aus Drittstaaten beschlossen werden.



Unter ihrer neuen Präsidentin Dr. Ursula von der Leyen will die Kommission zudem geostrategische Bündnisse zur Bekämpfung des Klimawandels schmieden. So sollen ab sofort alle Freihandelsabkommen der EU mit Drittstaaten rechtsverbindlich die beiderseitige Anerkennung des Pariser Klimaabkommens enthalten. Geplant sind sogenannte "Grüne Allianzen" mit dem Westbalkan sowie ein "Energieplan" mit Afrika.



In ihrer Gesamtheit sollen die Maßnahmen des Green Deal unter politischer Federführung des leitenden Vizepräsidenten und Klimakommissars Frans Timmermans bis zum Jahr 2050 zur Treibhausgasneutralität der EU führen. Bereits im Jahr 2030 sollen 50 % der ausgestoßenen Treibhausgase in CO2-Äquivalenten zurückgefahren worden sein. AgE

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In der Europäischen Union ist im kommenden Jahrzehnt mit einer weiteren Ausbreitung des Wolfes zu rechnen. Wie der italienische Naturschutzbiologe Prof. Luigi Boitani gestern bei einer gemeinsamen Anhörung verschiedener Ausschüsse des Europaparlaments in Brüssel ausführte, sind die Bestandstrends in den einzelnen Mitgliedstaaten stabil beziehungsweise positiv. So sei die Zahl der Wolfsrudel beispielsweise in Deutschland von einem im Jahr 2000 auf 70 im Monitoringjahr 2015/16 und weiter gestiegen. Die Population sei um durchschnittlich 34 % jährlich gewachsen.

 

Die größte Wolfspopulation in der Europäischen Union findet sich laut Boitani in den Karpaten. Insgesamt lebten aktuell etwa 14 000 Wölfe in der EU. Als Gründe für die rasche Ausbreitung des Raubtieres nannte der Wolfsforscher die Aufgabe landwirtschaftlicher Flächen in Randgebieten, die hohen Bestände an Beutetieren sowie die große Anpassungsfähigkeit der Tiere. Der Wolf könne quasi überall leben, wo es für ihn genug zu fressen gebe. Zudem könnten die Tiere weite Strecken zurücklegen; 5 000 km oder auch 10 000 km seien möglich. Boitani warb für einen weiteren Schutz der Tierart, und zwar vornehmlich aus kulturellen und ethischen Gründen.

 

Dagegen warnte der slowenische Landwirt Stanislav Bergant davor, allein den „romantischen Naturliebhabern“ und Gerichten die Entscheidung über den Umgang mit der Wolfspopulation zu überlassen. Laut Bergant ist eine Koexistenz von Raubtieren und Landwirtschaft in den alpinen Regionen nicht möglich. Schutzmaßnahem seien dort sehr schwierig. Der Slowene wies darauf hin, dass Wolfsrisse weniger wirtschaftliche, denn psychologische Folgen hätten. Und genau deshalb gäben die Bauern auf.

 

"Wölfe sind keine harmlosen großen Fleischfresser", stellte Bergant klar. Wegen des Raubtieres würden vielmehr bislang extensiv genutzte Flächen aufgegeben, die eigentlich sehr nützlich seien. "Entweder wir behalten unsere Kulturlandschaft im alpinen Raum oder lassen die Landschaft zuwuchern, weil die Landwirte aufgeben", warnte der slowenische Landwirt. AgE

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