Die Zahl ökologisch wirtschaftender Betriebe steigt kontinuierlich. Der zunehmenden Nachfrage hinsichtlich einer Vermarktung von ökologisch erzeugten Erzeugnissen tragen wir Rechnung, indem wir seit Juni 2018 gemäß Verordnung (EG) Nr. 834/2007 zertifiziert sind.

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Top-News

"Nachvollziehbar" sind für Dr. Susanne Klages von der Stabsstelle Klima des Thünen-Instituts (TI) die derzeit diskutierten Verschärfungen der Düngeverordnung. Auch nach dem letzten Nitratbericht von 2016 habe sich die Grundwasserbelastung durch Nitrat nicht ausreichend vermindert, sagt die Wissenschaftlerin in einem Interview mit dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL).



Zwar räumt die Thünen-Expertin ein, dass die Wirkung der mit der jüngsten Novelle der Düngeverordnung beschlossenen Maßnahmen erst mittel- bis langfristig im entnommenen Wasser gemessen werden könne. Unabhängig davon sei jedoch die Stickstoffeffizienz der Düngung vergleichsweise gering. So gelange mehr als die Hälfte des aufgebrachten Stickstoffs in Form erhöhter Nitratauswaschungen ins Grundwasser oder werde als Ammoniak oder Lachgas emittiert.



Zurückhaltend äußerte sich Klages zur Kritik an dem vorgesehenen pauschalen Düngeabschlag in den roten Gebieten. Sie weist darauf hin, dass eine Verminderung der Düngungshöhe um 20 % nicht gleichzeitig zu einem 20 % geringeren Ertrag führe. Allerdings könne es bei bestimmten Kulturen wie Brotweizen und Gemüse je nach Sorte zu Qualitätseinbußen kommen, bestätigt die Wissenschaftlerin.



Für gerechtfertigt hält Klages die Forderung nach einer generellen Abschaffung der Herbstdüngung. Der vorgeschlagene zwingende Anbau einer Zwischenfrucht im Herbst ist aus ihrer Sicht ebenso „prinzipiell eine gute Sache“ wie die schlagbezogene Anwendung der 170 kg-Obergrenze, die zur Steigerung der Düngeeffizienz beitragen könne. Nicht zielführend sei hingegen die vorgeschlagene Abschaffung des Nährstoffvergleichs, der gerade bei der Ausbringung von höheren Mengen an organischen Düngern einen wichtigen Kontrollmechanismus darstelle.

 

Die Thünen-Wissenschaftlerin warnt vor halbherzigen Lösungen bei der Änderung der Düngeverordnung, die letzten Endes auch nicht im Interesse der Landwirte lägen. So hätten bereits in der Vergangenheit Kompromisse „zum scheinbaren Wohle der Landwirte“ dazu geführt, dass bei den Düngeregeln kontinuierlich habe nachgebessert werden müssen. AgE

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Eine differenzierte Entwicklung beim Stallbau erwartet der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes der gemeinnützigen Landgesellschaften (BLG), Volker Bruns. Einerseits gehe der Trend zu kleineren Stallgrößen mit höchstem Tierwohlstandard, insbesondere im ökologischen Landbau. Andererseits würden auch künftig große Stalleinheiten mit modernster Technologie und hohen Tierwohlstandards eine wichtige Rolle spielen, sagte Bruns gestern bei der Agrarfinanztagung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Berlin.



Bruns bezeichnete die Schaffung von Rechtssicherheit als grundlegende Voraussetzung für weitere Investitionen in die Tierhaltung. Offene Fragen im Zusammenhang mit der Zukunft der Kastenstandhaltung, den Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration, der Technischen Anleitung der Reinhaltung der Luft (TA Luft) sowie widersprüchliche Anforderungen zwischen Tierwohl und Umweltschutz müssten dringend geklärt werden.



Der BLG-Vorsitzende warnte davor, die gegenwärtige breite Diskussion um mehr Tierwohl als Modeerscheinung abzutun. Stattdessen tue die Branche gut daran, die gesellschaftlichen Ansprüche ernst zu nehmen und die Debatte offensiv zu führen.



Außer Frage steht für Bruns, dass die Landwirtschaft den geforderten Wandel in der Tierhaltung nicht allein bewerkstelligen kann. Ein Umbau müsse daher mit öffentlichen Mittel gefördert werden.



DBV-Präsident Joachim Rukwied ließ in seiner Begrüßung keinen Zweifel daran, dass die hiesige Landwirtschaft trotz aller Herausforderungen am Standort Deutschland eine Zukunftsbranche bleibe. Sie setze dabei auf den Bankensektor als verlässlichen Partner für die Finanzierung von Zukunftsinvestitionen. "Genauso wie wir eine verlässliche Politik und unternehmerische Freiräume brauchen, ist eine vertrauensvolle Begleitung unserer Betriebe durch die Kreditwirtschaft wichtig", erklärte Rukwied vor den gut 160 Tagungsteilnehmern, vornehmlich aus dem Bankenbereich. AgE

 

 

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