Die Zahl ökologisch wirtschaftender Betriebe steigt kontinuierlich. Der zunehmenden Nachfrage hinsichtlich einer Vermarktung von ökologisch erzeugten Erzeugnissen tragen wir Rechnung, indem wir seit Juni 2018 gemäß Verordnung (EG) Nr. 834/2007 zertifiziert sind.

Unser Zertifikat steht unter der Rubrik Zertifikate
für Sie zum Download bereit.
Bei weiteren Fragen sprechen Sie uns gerne an.

Top-News

Die Organisation Nordwesteuropäischer Kartoffelanbauer (NEPG) rechnet für 2019 mit einer nur unterdurchschnittlichen Ernte, sollte der Regen in den kommenden drei Wochen ausbleiben. Wie die NEPG gestern mitteilte, sind die Anbaubedingungen zurzeit zwar noch gut, aber der Grundwasserspiegel und die Bewässerungskapazitäten bereiteten Sorgen. Problematisch könne es vor allem für die belgischen Landwirte werden, denn dort würden nur 3 % bis 4 % des Kartoffelareals künstlich bewässert.


Der Anbauerorganisation zufolge haben die Rodungen für die frühen Verarbeitungssorten in dieser Woche begonnen, weil die Fabriken dringend Rohstoff benötigen. Die ersten mittleren Erträge in Deutschland entsprächen mit rund 42 t/ha dem langjährigen Durchschnitt, während bei Proberodungen in Belgien ein überdurchschnittlicher Ertrag von 38 t/ha verzeichnet worden sei. Allerdings betonte die NEPG, dass die größten Mengen im August und September geerntet würden. Die Anbaufläche bezifferten die Fachleute in Dronten auf einen Rekord von insgesamt 611 190 ha; das sind 2,2 % mehr als 2018.


Unterdessen bestätigte die Kursentwicklung der Kartoffelfutures an der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig den Pessimismus der Marktakteure mit Blick auf die anstehende Erntemenge. So markierte der meistgehandelte Future auf Verarbeitungskartoffeln mit Fälligkeit im April 2020 heute gegen 15.30 Uhr mit 18,50 Euro ein Laufzeithoch. AgE

mehr...

Ein "harter" Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union wird sich auf die deutsche Agrarwirtschaft nicht so gravierend auswirken wie bislang angenommen. Zu dieser Einschätzung kommen Wissenschaftler des Thünen-Instituts (TI) nach neuesten Berechnungen. "Im Licht der jetzigen Entwicklung ergeben unsere Berechnungen, dass sich der Agrarüberschuss Deutschlands bei einem harten Brexit nur um circa 1 Mrd Euro verringert", erklärte Prof. Martin Banse vom TI für Marktanalyse heute in Braunschweig. Zuvor war noch mit einer fast doppelt so hohen Verringerung bei einem No-deal-Szenario gerechnet worden.

 

Der Grund für die neue Schätzung ist laut Banse, dass vor dem 13. März 2019 noch davon ausgegangen werden musste, dass das Vereinigte Königreich bei einem No-Deal-Szenario die gleichen Zölle anwenden würde, wie sie die EU eingeführt habe. Mit den Zöllen, die die britische Regierung nun angekündigt habe, fielen die Schutzmaßnahmen jedoch deutlich moderater aus. Für Getreide, Obst und Gemüse, Zucker, Getränke und Tabak würde London weiterhin zollfreie Einfuhren zulassen. Für Reis, Fleisch und Wurstwaren fielen Zölle an, die geringer seien als im bislang zugrundegelegten Meistbegünstigungs-(MFN)-EU-Szenario.

 

Nach dem aktuellen Szenario sei zu erwarten, dass die deutsche Agrarproduktion bis 2027 als Folge des Brexit um insgesamt 190 Mio Euro zurückgehen werde, führte Banse aus. Somit würden die Produktionseffekte nicht so schwerwiegend sein, wie zunächst mit etwa 1,2 Mrd Euro in dem MFN-EU-Szenario abgeschätzt worden sei. Die deutsche Produktion werde in kaum einer Warengruppe um mehr als 0,5 % sinken. Ausnahmen bildeten die Schweine- und Geflügelzucht sowie Schweine- und Geflügelfleisch, wo mit einem Rückgang um 1,2 % gerechnet werde. Für Weizen, Zucker, Rindfleisch und Milch würden sogar Produktionszuwächse von 0,1 % bis 0,8 % erwartet.

 

Im Jahr 2017 exportierte Deutschland landwirtschaftliche Erzeugnisse im Wert von 4,8 Mrd Euro in das Vereinigte Königreich, während die Importe 1,6 Mrd Euro betrugen. Das brachte für Deutschland einen Überschuss von etwa 3,2 Mrd Euro - so hoch wie bei keinem anderen Land. Die TI- Wissenschaftler waren 2018 zu dem Schluss gekommen, dass sich dieser Überschuss bei einem harten Brexit um rund 1,9 Mrd Euro verringern würde. AgE

mehr...

Newsletter Vor Ort