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Kaum Raufutter und zusätzlich knappes Getreideangebot lassen die Forderungen für Mischfutter kräftig steigen, da kann selbst preisgünstigeres Sojaschrot nicht für Entlastung sorgen, zumal Rapsschrot ebenfalls teurer geworden ist. Vor allem im Milchviehsektor sind die Futterpreise kräftig gestiegen, was die Betriebe mit Bestandsabbau quittierten.



Die prekäre Versorgung mit Raufutter und das knappe

Getreideangebot bestimmen den Futtermarkt in Deutschland. Die

Schaffung von Futterbörsen erleichtert etwas die Beschaffung von

Raufutter in den Regionen, aber wo nichts ist, kann auch nichts

vermarktet werden. Gleichzeitig ist auch Getreide knapp. Die

geringere Ernte in Deutschland und bei vielen unserer

EU-Nachbarländer lassen die Preise kräftig steigen. Darauf

reagieren auch die Mischfutterpreise, selbst wenn Sojaschrot sogar

etwas günstiger geworden ist als noch vor einem Monat. Allerdings

ist Rapsschrot vergleichsweise teuer. Im August 2018 haben die

Mischfutterhersteller und -verkäufer ihre Forderungen im Schnitt um

5 % und damit vergleichsweise stark angehoben. Das ist für

diese Jahreszeit ein sehr untypischer Preisverlauf und der

Knappheit der Rohstoffe geschuldet. Ausnahmen gibt es keine.

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Die deutsche Getreideernte wird in diesem Jahr zum ersten Mal seit langer Zeit unter dem hiesigen Verbrauch liegen. Zu diesem Schluss kommt der Deutsche Raiffeisenverband in seiner letzten Ernteschätzung.

Aufgrund der extremen Trockenheit der vergangenen Monate erwartet der DRV eine Getreideernte von 36,3 Mio. t. Das ist der niedrigste Wert seit 1994. Das schwache Vorjahresergebnis in Höhe von 45,6 Mio. t wird um gut ein Fünftel unterschritten, der langjährige Durchschnitt von 47,9 Mio. t um fast ein Viertel verfehlt. Die Rapsernte wird bei rund 3,5 Mio. t gesehen und verfehlt damit das enttäuschende Vorjahresergebnis um fast 20 %.



Die Getreide- und Rapsernte ist mittlerweile abgeschlossen ? zwei bis drei Wochen früher als üblich. Die Qualitäten sind im Regelfall gut bis befriedigend, lediglich die Braugerste weist teilweise einen zu hohen Proteingehalt und der Roggen oftmals einen zu hohen Schmachtkornanteil auf.



Die aktuelle Ernteschätzung des DRV basiert auf den Flächenangaben des Statistischen Bundesamtes vom 02.08.2018 und eigenen Ertragserhebungen. Die Erntemengenschätzung für Winterweizen ist ein weiteres Mal auf nunmehr 19,3 Mio. t nach unten angepasst worden und verfehlt damit das Vorjahresergebnis um 20 %. Wintergerste wird auf knapp 7,4 Mio. t geschätzt und so 18 % unter Vorjahr. Sommergerste schätzt der Verband mit knapp 2,1 Mio. t zwar über Vorjahresniveau, der Grund dafür ist jedoch die um fast ein Drittel ausgedehnte Anbaufläche. Die Erträge verfehlen das Vorjahresergebnis um 13 %. Die Roggenernte wird bei knapp 2,1 Mio. t gesehen und damit 23 % unter Vorjahr.

 

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